Support your local Nah & Gut

Support your local Nah & Gut

Diesen Zeitungsartikel finden Sie hier auch online. Da man sich allerdings auf der Website anmelden muss, hier noch einmal der vollständige Artikel:

Pop-Up-Verkauf bringt neue Impulse

Regionale Produkte sollen dauerhaft in den „Nah&Gut“-Markt einziehen – Umfrage läuft

 15.12.2021 | Stand 14.12.2021, 22:36 Uhr

Ein buntes Warensortiment mit Produkten aus der Region gab es beim Pop-Up-Verkauf im „Nah&Gut“-Laden. Heimatentwicklerin Lisa Späthe, Bürgermeister Fritz Schreder und „Nah&Gut“-Geschäftsführerin Karin Schaich (v.l.) freuten sich über den großen Erfolg der Aktion. −Fotos: Späthe

Frauenau. Der Pop-Up-Verkauf unter dem Motto „Support your local Nah & Gut“ der Initiative „HeimatUnternehmen Bayerischer Wald“ am vergangenen Samstag hat neue Impulse in den Frauenauer „Nah& Gut“-Verbrauchermarkt gebracht. Die zum Verkauf angebotenen Produkte regionaler Unternehmen kamen gut an bei der Kundschaft. Parallel läuft eine Umfrage, die zur konstruktiven Weiterentwicklung der Marktstruktur beitragen soll.
Als Reaktion auf die Ankündigung einer eventuellen Schließung des „Nah&Gut“-Marktes in der Frauenauer Dorfmitte stellten Heimatentwickler Christian Schwarz und Lisa Späthe von der Initiative „HeimatUnternehmen Bayerischer Wald“ gemeinsam mit regionalen Produzenten und Produzentinnen eine Aktion unter dem Motto „Support your local Nah & Gut“ auf die Beine. „Wir wollten die Nachricht von der drohenden Schließung des Marktes nicht sang- und klanglos an uns vorüberziehen lassen“, so Lisa Späthe.

Der Verkaufsstand wurde bestückt mit Produkten der Kaffeerösterei Gscheid.HAFERL aus Kötzting, Seifen der Schweinhütter Woidsiederei, Naturkosmetik von Ida’s Herbs, Eierlikör und Nussmixe der Aurer Cocktailbar ÄDÄM’s, Karten und Taschen der Illustratorin Theresa Hinkofer aus Gotteszell, Shirts und Hoodies des Kirchberger Labels Woidstyle, Bücher des Viechtacher Lichtung Verlages und der Gemeinde Frauenau, selbstgestrickten Handschuhen, Stulpen, Pulswärmern und Stirnbändern von Maria „Mary“ Wenzel aus Althütte, Keramik der St. Severin Schule Passau in Kooperation mit Sebastian Haslinger und hölzernen Weihnachtssternen.

Die „Aurer hama mia“- Seife aus der Woidsiederei Schweinhütt wurde extra für die Aktion kreiert.

Ein besonderes Highlight war die eigens für die Aktion kreierte Seife mit dem Slogan „Aurer hama mia“ und dem Lindenzweig aus dem Frauenauer Wappen. „Wenn wir Gutes tun können, sind wir natürlich dabei“, sagte Michael Wühr, der trotz Weihnachtsstress spontan die Spezial-Seife stempelte und lieferte.

„Unsere regionale Power ist enorm. Eine Rundmail an unsere Heimatunternehmer und Heimatunternehmerinnen genügte, um Unterstützung zu bekommen“, freute sich Lisa Späthe über die rasche Rückmeldung der Macher und Macherinnen aus dem Woid. Neben der Bereitstellung der einzelnen Produkte gab es auch Hilfe im Hintergrund: So ist die Illustratorin Theresa Hinkofer am Freitagabend aus Gotteszell nach Frauenau gefahren, um mit ihrer unverkennbaren Handschrift die Beschilderung für den Verkaufsstand zu gestalten. Maria Wenzel hat ihre jahrelange Markterfahrung beim Aufbau und der Dekoration des Standes miteingebracht und Gabi Späthe war als Verkäuferin am Start.

Auch der Frauenauer Bürgermeister Fritz Schreder zeigte Präsenz und sprach seinen aufrichtigen Dank aus: „Wir müssen alles versuchen, um unseren ‘Nah&Gut’-Markt in Frauenau zu erhalten. Ich bedanke mich ganz herzlich bei den Organisatoren dieser tollen Aktion und wünsche gutes Gelingen“.
Und es gelang: Das Feedback der Frauenauer Kundschaft auf die Aktion war durchweg wohlgestimmt, die kreativen und hochwertigen Produkte aus der Region kamen sehr gut an und setzten einen Impuls mit Nachklang: „Wir werden nun mit aller Kraft beginnen, regionale Produkte mit in unser Sortiment aufzunehmen. Die Aktion der Initiative HeimatUnternehmen hat uns dafür die Tür geöffnet“, zeigte sich Geschäftsführerin Karin Schaich begeistert über die neuen Ideen. Sie sieht darin eine Möglichkeit, ihren Markt zu retten und ihm ein Alleinstellungsmerkmal zu verpassen. Erste Gespräche mit regionalen Herstellern seien bereits im Gange.
Parallel haben die Heimatentwickler Späthe und Schwarz gemeinsam mit Heimatunternehmer David Siemers, einem jungen Webspezialisten aus Kirchdorf im Wald, eine Umfrage zur örtlichen Nahversorgung mit Fragen zu Service, Sortiment und Einkaufsverhalten entworfen, die online noch bis zum 31. Dezember 2021 über heimatunternehmen-woid.de erreichbar ist. „Über 80 ausgefüllte Fragebögen wurden schon eingereicht – das ist enorm“, berichtet Christian Schwarz, der sich um die Auswertung der Umfrage kümmern wird und ergänzt: „Die Antworten können helfen, die Struktur des Marktes den Bedürfnissen der Frauenauer besser anzupassen und ihn somit zukunftsfähig zu machen“.

https://plus.pnp.de/lokales/zwiesel/4191270_Pop-Up-Verkauf-bringt-neue-Impulse.html